Währung: Indische Rupie (iR bzw.IRN, Re., Rs) zu 100 Paise (P.).
Kurs Stand Dez. 2009: 100 Euro = 6.794,84 INR; 100 INR = 1,47 EUR (Stand
Jan. 2008: 100 Euro = 5.731,25 INR; 100
INR = 1,74 EUR; Mai 2005: 100 Euro = 5.667 INR; Stand
Nov.2004: 100 Euro = 6.333 INR)
1 indische Rupie (Rs - nach ISO 4217: INR) = 100 Paise (P);
Indische Quellen schreiben "Rupee" (Re), Plural: "Rupees" (Rs), und verwenden als Zähleinheiten "Lakh" und "Crore": 1 Crore Rs = 100 Lakh Rs = 10 Mio. Rs.
Die feste Parität gegenüber dem britischen Pfund
Sterling wurde 1975 zugunsten einer Bindung an einen Korb von Währungen der
wichtigsten Handelspartner abgelöst; seit 3.3.1992 ist der US$ (zuvor: brit.
Pfund) Interventionswährung.
Die indische Rupie verlor gegenüber der DM in der
zweiten Hälfte der 80er Jahre und der ersten Hälfte der 90er Jahre jeweils die
Hälfte ihres Wertes: der Kurs verschlechterte sich von 4,56 Rs/DM im Jahre
1985/86 auf 9,09 Rs/DM 1989/90 und 22,36 Rs/DM im März 1995; bis September 1997
fiel die Rupie auf unter 36 Rs/US$, verbesserte sich aber Dank des gestiegenen
Dollar gegenüber der Mark. Der Stützungskredit des Internationale Währungsfonds
(IWF) konnte weitgehend getilgt werden. 1994 wurde die Rupie in Bezug auf die
laufenden Posten der Zahlungsbilanz konvertibel; im Januar 1997 wurden die
Beschränkungen im Devisenverkehr weiter gelockert.
Banknoten werden z.Z. in Stücklungen zu Rs.
10,20,50, 100, 500 und 1000 von der
Reservebank von Indien (RBI) herausgegeben. 1, 2 und 5 Rupie-Scheine werden
nicht mehr gedruckt seit diese Stücklungen als Münzen geprägt wurden. Die
kleinen Scheine sind aber noch im Umlauf und gültig.
Als Münzen sind neben den 1, 2 und 5 Rupie-Stücken (Rupee Coins), die Paise-Stücke (small coins) als 10, 25, und 50 Paise
im Umlauf. (10, 25 und 50 Paise werden nicht mehr geprägt)
Laut noch gültigem Act von
1934 könnten Banknoten bis zu 10.000 Rupies und
Münzen mit dem Nominalwert bis zu Rs. 1.000
herausgegeben werden. (Auch eine andere Bezeichnung als Rupie wäre
möglich).
Die Reservebank ist der Hauptmanager der Indischen Währung.
Sie koordiniert mit der Regierung die Währungsbezeichnung, den Entwurf von
Banknoten bis hin zu den Sicherheitsmerkmalen.
Die gesamte Organisation der Druckmengen, der
Rückführung alter Banknoten und der Bevorratung unterliegt der Aufsicht der
Reservebank auf Grundlage der Gesetzte (Act) von
1934.
Die grundlegende Verantwort der Regierung ergibt
sich aus Währungs-Act von 1906. Sie ist
verantwortlich für den Entwurf und die Prägung von Münzen. Auch die Menge der
zu prägenden Münzen wird durch die Regierung bestimmt.
(einfach: für Papiergeld ist Reservebank Of India und für Hart-Geld das
Gouvernement zuständig).
Büros der RBI
in Ahmedabad, Bangalore, Bhopal,
Bhubaneshwar,
Byculla (Mumbai), Kalkutta,
Chandigarh, Chennai, Guwahati,
Hyderabad, Jaipur, Kanpur,
Lucknow, Mumbai (Fort), Nagpur,
Neu-Delhi, Patna und Thiruvananthapuram. Diese Büros empfangen
frische Noten von den Noten-Pressen. Ähnlich empfangen die Reservebank-Büros
von Kalkutta, Hyderabad, Mumbai und Neu-Delhi die Münzen von staatlichen
Münzstätten. Diese Büros schicken sie dann zu den anderen Büros der
Reservebank. Die Noten und die Rupie-Münzen gelagert in den
"Währungs-Tresor"(Währungs-Kiste/Truhe engl. currency chest) und die kleinen Münzen im kleinen Münzen-Depots. Von dort empfangen die Zweigbanken dann auch
ihr benötigtes Geld. Was sind die "currency chests" (Währungs-Tresore/Kiste)n und small Depots (kleine Lager)? Um die Verteilung der Noten und Münzen zu
erleichtern hat die Reservebank ausgewählte Zweigbanken autorisiert
"Währungs-Tresore", richtige Lagerhäuser für Banknoten und Rupien und
"Kleine Lager" für das Kleingeld im Auftrage der Reservebank
einzurichten.
Zur Zeit gibt es über 4.181
"Währungs-Tresore" und 3.552
Münz-Lager.
Aus dem Umlauf zurückkehrende Banknoten und Münzen
werden von der Reservebank bei Unbrauchbarkeit aussortiert und speziellen
Aufbereitungsanlagen bzw. Münzen zum Einschmelzen in den Münzstätten übergeben.
Teilweise war die Nachfrage nach Zahlungsmitteln
höher als das Angebot. Insbesondere weil noch nicht im großen Stil bargeldloser
Zahlungsverkehr im Alltag üblich ist. Es wurden Rupies
im Ausland geprägt und importiert (über 2 Milliarden Rupie-Stücke). Des weiteren werden Anstrengungen unternommen die 4 indischen
Münzen und die Noten-Druckpressen zu modernisieren.
Rückgabe von beschädigten Banknoten scheint ein
Problem zu sein. Normalerweise werden Banknoten gebündelt und durch
Metallklammern zusammengeheftet. Dadurch entstehen in den Noten große Löcher.
Kein Problem - aber sobald eine Banknote eingerissen ist (auch nur ein wenig)
hat man die größten Probleme sie wieder los zu werden.
Rücknahme von verstümmelten Banknoten wird per
Gesetz (von 1975 auf Grundlage Kapitel 28 der Reservebank Act
1934) geregelt und wahrscheinlich sehr streng ausgelegt.